Fahrermangel bei Lkw-Fahrern CE: Einschätzungen von Verbänden, Fachmedien und Transportfirmen im Dezember 2025

Analyse der aktuellen Lage auf dem Lkw-Fahrer-Markt aus Sicht von Fachverbänden, regionalen Organisationen, der IRU und Fachmedien.

Transportbranche in Deutschland 2025: Lkw-Fahrer CE Mangel, Fachverbände und Unternehmen analysieren die Lage
Fahrermangel bei Lkw-Fahrern CE: Lageeinschätzungen von Verbänden, Fachmedien und Transportfirmen im Dezember 2025

Fahrermangel bei Lkw-Fahrern CE: Lageeinschätzungen von Verbänden, Fachmedien und Transportfirmen im Dezember 2025

Ende 2025 bleibt der Mangel an qualifizierten Lkw-Fahrern CE eine zentrale Herausforderung für die Transportbranche. In unserem Global-Blog wurden bereits die vielfältigen Möglichkeiten vorgestellt, Fahrer zu gewinnen, und im Artikel Strategien zur Rekrutierung: Eigeninitiative, Outsourcing oder Verbände haben wir vertieft, welche Maßnahmen Transportfirmen selbst umsetzen können und welche Aufgaben ausgelagert werden.

Ein Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung der letzten 15 Jahre verdeutlicht die Rahmenbedingungen: Zwischen 2010 und 2019 wuchs das reale BIP Deutschlands durchschnittlich um etwa 1,4 % pro Jahr. Demgegenüber standen die Jahre 2023 und 2024 mit −0,3 % bzw. −0,2 %, während für 2025 nur ein moderates Wachstum von 0,2 % prognostiziert wird. Trotz dieser vergleichsweise niedrigen Wachstumsraten bleibt der Mangel an qualifizierten Lkw-Fahrern nach Angaben von Fachverbänden, regionalen Organisationen, der IRU, Fachmedien und Transportfirmen unverändert hoch.

Einschätzungen nationaler Fachverbände

Die Fachverbände auf Bundesebene dokumentieren die Situation seit mehreren Jahren:

  • Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL): Meldet Engpässe im Nah- und Regionalverkehr und verweist auf steigende Nachfrage bei gleichzeitiger Verknappung qualifizierter Fahrer.
  • Speditions- und Logistikverbände: Heben hervor, dass der Altersdurchschnitt der Fahrer steigt und Nachwuchs nur begrenzt nachkommt.
  • Verbände für Berufskraftfahrer-Ausbildung: Betonen, dass die Ausbildungszahlen den Bedarf nur teilweise decken und Zusatzqualifikationen für moderne Fahrzeuge notwendig sind.

Die Verbände sehen, dass die Kombination aus wirtschaftlichem Druck, regulatorischen Anforderungen und demografischen Entwicklungen den Druck auf Transportfirmen erhöht, während gleichzeitig die Rekrutierung erschwert wird.

Regionale Verbände

Auf regionaler Ebene bestätigen Verbände ähnliche Beobachtungen:

  • In Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg bestehen vor allem im Nahverkehr Engpässe.
  • Kleinere Regionen und Grenzgebiete berichten von Engpässen im Fernverkehr, da Fahrer häufig in wirtschaftlich attraktivere Regionen wechseln.
  • Kooperationen mit Fahrschulen, Berufsschulen und lokalen Netzwerken helfen nur teilweise, den Bedarf zu decken.

Internationale Perspektive: IRU

Die International Road Transport Union (IRU) analysiert die Lage europaweit:

  • Engpässe bei qualifizierten Lkw-Fahrern CE bestehen besonders in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden.
  • Demografischer Wandel und geringe Attraktivität des Berufs für junge Menschen verschärfen die Situation.
  • Steigende Transportaufkommen trotz stagnierender Wirtschaft führen zu anhaltendem Druck auf Unternehmen.
  • Der grenzüberschreitende Fernverkehr zeigt regionale Unterschiede in der Fahrerknappheit.

Fachmedien berichten

Fachzeitschriften und Branchenportale dokumentieren die Lage:

  • Traditionelle Rekrutierungswege (Jobportale, Anzeigen, Empfehlungen) decken den Bedarf nicht.
  • Spezialisierte Fahrer für Nah- und Fernverkehr bleiben schwer zu finden.
  • Preis- und Wettbewerbsdruck begrenzen die Möglichkeiten der Unternehmen.

Transportfirmen selbst

Interviews und Umfragen zeigen:

  • Fuhrparks können nur teilweise voll besetzt werden, trotz intensiver interner Rekrutierung.
  • Fluktuation bleibt hoch aufgrund von Überlastung und begrenzter Verfügbarkeit qualifizierter Fahrer.
  • Interne Schulungen, Kooperationen mit Fahrschulen und regionale Netzwerke helfen nur teilweise.
  • Preis- und Wettbewerbsdruck erschweren die Gewinnung und Bindung neuer Fahrer.

Zusammenfassung

Die Analyse der Ist-Situation im Dezember 2025 zeigt ein konsistentes Bild: Fachverbände, regionale Organisationen, IRU, Fachmedien und Transportfirmen identifizieren einen anhaltenden Mangel an Lkw-Fahrern CE. Die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands liegt im Vergleich der letzten 15 Jahre unter dem Durchschnitt, was die Rahmenbedingungen verschärft. Interne Maßnahmen, Ausbildungsprogramme und Kooperationen decken den Bedarf nur teilweise. Der Fachkräftemangel betrifft Nahverkehr und Fernverkehr und zeigt regionale Unterschiede. Die Lage bleibt damit eine strukturelle Herausforderung für die Transportbranche in Deutschland und Europa.